Rania Yahia * , Mohamed Yahia und Waleed Abdou
Hintergrund: Bei Patienten mit chronischer Lebererkrankung wurde eine verlängerte ventrikuläre Repolarisation dokumentiert. Ziel dieser Studie war es, das elektrokardiographische QTc-Intervall bei Patienten mit dekompensierter Lebererkrankung und seinen Zusammenhang mit dem Krankenhausergebnis zu untersuchen.
Methoden: Wir untersuchten 75 Patienten mit hepatischer Enzephalopathie retrospektiv. Das QTc-Intervall wurde bei der Aufnahme in einem 12-Kanal-Elektrokardiogramm gemessen.
Ergebnisse: Die Patienten wurden entsprechend ihrem klinischen Verlauf während des Krankenhausaufenthalts in zwei Gruppen unterteilt. Die erste Gruppe umfasste 53 (70,7 %) Patienten, die überlebten, und die zweite Gruppe umfasste 22 (29,3 %) Patienten, die verstarben. Das QTc-Intervall war bei den verstorbenen Patienten signifikant länger als bei den überlebenden Patienten (p<0,001). Es gab keinen signifikanten Unterschied zwischen den beiden Gruppen in Bezug auf Alter, Geschlecht, Raucherstatus, Bluthochdruck, Diabetes mellitus und basale Laborbefunde mit Ausnahme des Serumkreatininspiegels (p = 0,006) und des MELD-Scores (p = 0,033).
Schlussfolgerungen: Bei Patienten mit hepatischer Enzephalopathie war das QTc-Intervall bei verstorbenen Patienten signifikant höher als bei überlebenden Patienten. In der multivarianten logistischen Regressionsanalyse war das QTc-Intervall jedoch kein Prädiktor für das Überleben.